22 Jahre nach 9/11 – Die USA gedenken

22 Jahre nach 9/11 – Die USA gedenken

Am 11. September 2001 hält die Welt den Atem an. Zwei von islamistischen Terroristen entführte Passagierflugzeuge, mit zusammen über 200 Zivilisten an Bord, rasen in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York. Parallel kapern die Terroristen, welche dem Terrornetzwerk „al-Qaida“ angehören, zwei weitere Flugzeuge. Eines davon stürzt in das Pentagon, bei Washington. – 125 Menschen sterben. Das vierte Flugzeug sollte eigentlich in das US-Capitol, das Herz der amerikanischen Demokratie, stürzen, doch dazu kommt es nicht. Zahlreiche Passagiere wehren sich gegen die Attentäter, welche mit Messern bewaffnet in das Cockpit eingedrungen waren. Nach zahlreichen Versuchen der Terroristen, die aufmüpfigen Fluggäste durch waghalsige Manöver zu bezwingen, prallt das Flugzeug auf ein Feld in Pennsylvania. Niemand überlebt.

Die größte Aufmerksamkeit bekommt damals jedoch New York. Um 8:45 Uhr Ortszeit laufen dort schon die üblichen Morningshows und Nachrichtenprogramme. Wenige Blocks vom Komplex des berühmten World Trade Centers, im Süden Manhattans, wird gerade ein Dokumentarfilm über die Feuerwehr New Yorks gedreht. Ein hochrangiger Feuerwehrmann und ein paar weitere Feuerwehrleute stehen an einem Gully. Sie wollen den ungewöhnlichen Gasausstoß messen. Plötzlich hört man ein immer lauter werdendes Geräusch im Hintergrund. Einer der Männer schaut kurz rauf in den Himmel, dann aber wieder auf den Gully. Der Kameramann schwängt in Richtung Zwillingstürme und erzeugt so eine der wenigen Aufnahmen des American Airlines Flug 11, welcher gerade in den Nordturm des World Trade Centers rast.

Es ist 8:46 Uhr. Nun unterbrechen die ersten Sender ihr laufendes Programm und schalten auf das schreckliche Livebild aus Manhattan. Zunächst sprechen die Moderator*innen von einem Unfall – Ein Flugzeug sei mit dem World Trade Center kollidiert. Die ersten Zeugen werden per Telefon in die Sendungen geholt. Auch in Deutschland schalten die Nachrichtensender auf das Livebild von CNN & Co. 20 Minuten geht das so weiter, bis plötzlich, um 9:03 Uhr, ein zweites Flugzeug live im Fernsehen in den Südturm fliegt und für eine riesige Explosion sorgt. Nun ist klar: Das kann kein Zufall sein!

Die Einsturzstelle, am Nachmittag des 11. September

Schreckliche Bilder sind das, die man in dieser Stunde live miterlebt. Man sieht Menschen die sich aus Fernstern stürzen, andere sind völlig verstört, weinen oder können einfach nicht fassen, was hier gerade passiert. Um 9:59 Uhr stürzt der Südturm wie ein Kartenhaus in sich zusammen und eine riesige Staubwolke tut sich über dem Stadtteil auf. Keine halbe Stunde später sind auch die Tage des Nordturms gezählt. 417 Meter, 110 Stockwerke und 4 Jahre Bauzeit stürzen in weniger als 15 Sekunden in sich zusammen. Fast 3.000 Menschenleben werden in den Trümmern begraben. Viele rennen um ihr Leben, bloß weg von der Staubwolke, raus aus Manhattan. Neben den „normalen“ Opfern müssen auch zahlreiche Feuerwehrleute, Polizist*innen und andere Helfende ihr Leben lassen. Eine Stadt, ein ganzes Land, eine Welt ist am Boden zerstört. All das was, was sich in diesen wenigen Stunden des 11. September in den USA abgespielt hat, ist bis heute teilweise unbegreiflich – heute, 22 Jahre danach.

Subjektive Meinung

Gerade deshalb ist es wichtig den Opfern zu gedenken. Wie jedes Jahr fanden auch am vergangenen Montag Gedenkveranstaltungen am Ground Zero, auf dem Gelände des Pentagon und an der Absturzstelle des vierten Flugzeuges in Pennsylvania statt. Der 11. September 2001 darf und wird nicht Vergessenheit geraten – diese Mentalität ist es, die man den Amerikaner*innen und Hinterblieben mehr als anmerken kann.

Joost Nellen

Joost Nellen wurde 2007 in Papenburg (Ems) geboren. Er besuchte nach der Grundschule die Heinrich-von-Kleist-Oberschule in Papenburg, welche er im Sommer 2023 erfolgreich verließ. 2020 gründete Joost Nellen den heutigen YouTube Kanal „BABYLON TELEVISION“. Bis heute steht er hier vor der Kamera oder schreibt Artikel online auf BABYLON aktuell.

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